BuiltWithNOF

..ich gar nichts wissen will. Dies ist der Titel eines der wichtigsten Songs des noch jungen Jahrtausends, geschaffen von den Ärzten. Als ich ihn zum ersten Mal hörte, war ich elektrisiert, fasziniert und glücklich, dass endlich jemand so eine Aussage in ein Lied gepackt hat! Wer kennt nicht diese entsetzliche Situation: Man unterhält sich erst ganz annehmbar, aber dann verflüchtigt sich jeglicher Sinn aus dem Redeschwall deines Gegenübers. Punkt und Komma zählen nicht mehr. Du denkst, jetzt wirst Du mit Worten umgebracht. Du willst weg, langsam steigt Wut in dir auf. Hartgesottene Schwallkörper ignorieren jedoch auch noch so deutliche Signale deinerseits (Abwenden zum gehen, Jacke anziehen, weggucken). Da hilft dann nur noch eins: “Ich kann nicht mehr!” sagen und gehen. Dann besteht berechtigte Hoffnung, dass sich so etwas nicht wiederholt. Ich hege ferner die Hoffnung, dass Leute mit der Tendenz zum Volllabern bitte bitte mal den Song zu Gehör bekommen und denken: “Scheiße, das bin ja ich! Ab jetzt werde ich mich ändern und ein Gespür dafür entwickeln, was meinen Gesprächspartner wenigstens ansatzweise interessieren könnte. Ich werde auch mal zuhören und nicht nur reden. Und wenn mein Gegenüber den Eindruck erweckt, dass er jeden Moment brechen muss, werde ich das Gespräch sofort beenden und ihn in Ruhe lassen.”             Danke, Ärzte!

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